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Interviewreihe: Jan Westerbarkey, CEO Westaflex

Heute melden wir uns mal wieder mit einem, wie ich finde, extrem interessanten Interviewpartner aus dem B2B Bereich zum Thema “Social Media in deutschen Unternehmen”. Jan Westerbarkey, CEO der Firma Westaflex, stand uns Rede und Antwort.

1. Guten Tag, Herr Westerbarkey, bitte stellen Sie sich kurz vor.
Familienvater in einem Familien-Unternehmen der dritten Generation; part time Nerd und Barcamp Fan. Gemeinsam täglich Lebensräume mit Produkten aus Aluminium, Edelstahl und Aktivkohle erschaffend. Sorgt sich um Gute Luft und Sauberes Wasser.

2. Wer betreut bei Ihnen im Unternehmen die Social Media-Aktivitäten?
Selbstständige Mitarbeitergruppen in dem jeweiligen Geschäftsbereich mit absoluter Rückendeckung durch Geschäftsleitung und Führungskräfte.
Dadurch Fach-Dialoge, Podcasts und Themen-Videos nach Einlern-Phase.
Im Fall von eLearning und Bild-Aufbereitung stehen externe Dienstleister zur Seite. Online-Kommunikation ist Bestandteil der Stellenausschreibung nach era; mobiles Cloud Computing Selbstverständlichkeit. Die besten Berater sind unsere eigenen Mitarbeiter, welche sich in Kaizen- und Barcamp Zirkeln mit neuen Techniken ausbilden.

3. In welchen Social Media Netzwerken sind Sie mit einem Unternehmensaccount vertreten?
Um unseren Markennamen zu sichern grundsätzlich auf allen Plattformen. Mit Corporate Layout namentlich auf G+, Twitter, Facebook, Pinterest und LinkedIn. Dort allerdings jeweils mit allen Facetten, also Gruppe, Fanseite und Ortseintrag. Und am liebsten als verifizierter Anbieter.

4. Warum dort, was versprechen Sie sich davon?
In der Produktion bedeutet der mitdenkende Mitarbeiter, dass es nicht mehr nur Informationen für Entscheidungsträger geben kann, sondern Transparenz das Betriebsklima prägt. Daher ermuntern wir alle Mitarbeiter sich zu engagieren und das Klavier der sozialen Gemeinschaften zu spielen. Hier entsprechen wir den Fachkräfte-Erwartungen der Generation Y. In der Aussendarstellung unser Dienstleistungen möchten wir unsere Produkte emotionalisieren. Anekdoten und Bild-Referenzen sind jedenfalls glaubwürdiger als die Superlative unser Hochglanz-Webpage. Viele Web2.0 Kulturtechniken haben so Einzug in unsere Industrie4.0 Selbst-Regelkreise gehalten. Nach BYOD sehen wir bring-your-own-App gelassen entgegen. Hier nutzen wir Rapid Prototyping Techniken aus der Datenwolke.

5. Welche Netzwerke sind für Sie besonders wichtig.
Aus Sicht des Social Graph Ranking sind besonders die Beziehungs-Status Anwendungen interessant. In Kombination mit  der Geo-IP ist ein Benutzer-zugeschnittenes Angebot möglich. Weitaus wichtiger sind jedoch die Benutzerprofile aus sozialen Netzwerken, die eine Validierung der Kontaktdaten bspw. bei Mail- und Login-Vorgängen ermöglichen. In Deutschland sehen wir einen Trend in Richtung geschlossener Fachgruppen in Geschätftsnetzwerken, etwa bei LinkedIn.

6. Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach das Engagement als Unternehmen in den Netzwerken?
Nachdem es keine wer-liefert-was Buchausgabe mehr gibt und Telefonnummern er-google-t werden, ist unser Engagement eine Überlebensfrage. Kaufentscheidungen von Bauherrn sind vom Web-Image-Ranking des Anbieters abhängig, ebenfalls ein Grund Marketing-Aktivität in multimediale Projekte zu stecken. Die Zeit der Unternehmens-Einzelkämpfer ist vorbei, es zählt Teamwork interner und externer Gruppen und Erfahrungsaustausch in Netzwerken. Firmenlenker (Inhabergeführter Mittelstand) müssen diese Freiräume bieten und auf Vertrauens-Mitarbeit ohne Standortbezug setzen.

7.  Konnten Sie durch die Aktivitäten in den Netzwerken bereits nachweisbar Neugeschäft bzw. Kundenkontakt generieren?
Zunächst galt es die Mitarbeiter-Medienkompetenz aufzubauen. Heute ist dank Web2.0 ein Zeit- und Ortsungebundenes Miteinander möglich. Ohne diese Art der Flexibilisierung hätten wir das heutige Umsatz- und Beratungs-Niveau überhaupt nicht bieten können. Punktuelles Social Media Engagement, wie seinerzeit innerhalb von Second Life, führt nicht zu Neugeschäft, sondern zu höherer digitaler Reputation. Da unsere Produkte jedoch insgesamt mehr Steuerelektronik enthalten, kannten wir sehr früh die Anwenderwünsche an unsere Open Source Module.

8. Betreiben Sie strategisches Social Media Recruiting?
Bislang nur für spezielle Stellenausschreibungen. Wir erarbeiten uns neue Employer Branding Fähigkeiten im Rahmen eines Förderprojektes an der FH des Mittelstandes in Bielefeld (smowl.de/social-media-recruiting-owl), da wir davon ausgehen, dass Zeitungsanzeigen bereits für die heutige Diversity Generation ein Auslaufmodell sind. Mit Hochschul-Kooperation bei gleichzeitger Social Media Unterstützung schaffen wir eine noch engere Bindung von Werksstudenten und Alumni.

9. Betreiben Sie ein regelmäßiges Monitoring?
Die Budgetverantwortung dazu liegt in unseren Profitcentern; ein Aspekt ihrer Zielvereinbarungen ist das Monitoring von Meinungen und Trends. So stellen wir sicher, dass diese Fähigkeiten nicht durch einen erlauchten Kreis, sondern durch alle Mitarbeiter getragen und gelebt wird. Auf der anderen Seite schulen wir das pro-aktive Zuhören aller Stakeholder. Schon allein im Interesse diverser Compliance Vorgaben.

10. Wie sehen Sie die Zukunft von Social Media für Ihr Unternehmen?
Wir sehen die wachsende Bedeutung von Glaubwürdigkeit und das App-Zeitalter. Nicht nur, dass wir Wissen über Anwendungs-Apps mit virtuellem Showroom (Augmented Reality) verschenken, sondern auch Apps-in-der-Produktion, um KVP-Teams in der Fertigung zu unterstützen. Darüber hinaus glauben wir an die Schwarmhilfe von eLearning-Angeboten in der Weiterbildung und an Open Innovation mit Präsenzgruppen durch Hangouts unterstützt. Immer entscheidender wird der ausgewählte Einsatz der richtigen Kommunikations-Werkzeuge zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Es bleibt spannend und wir bleiben neugierig!

Vielen Dank, Herr Westerbarkey,  für die Beantwortung der Fragen.
Mehr Infos zum Unternehmen finden Sie –> HIER

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